Britische Lebensversicherung
Die britische Lebensversicherung ist im Prinzip ein ganzes Paket aus Dienstleistungen, die ihren Namen erhielten, da sie von Briten angeboten werden. Mehrere Versicherungstypen sind in diesem Sammelbegriff vereint. Das besondere an diesen Versicherungen ist, dass die Versicherer nicht in der EU sind und hier trotzdem ihre Versicherungen anbieten dürfen. Dies lässt der europäische Binnenmarkt zu, andernfalls aber auch eine Zweigstelle vor Ort.
Der Markt für britische Versicherungen existiert seit gut zweihundert Jahren. Eine sehr lange Zeit, die es den Briten ermöglicht hat, zu einer der größten Anbieter der Welt zu werden. Europaweit haben sie einen Versicherungsanteil von knapp 20%, was sie zum größten Teilmarkt macht. Auf der ganzen Welt machen britische Lebensversicherungen den drittgrößten Teilmarkt aus, sie verwalten über 1.000 Milliarden britische Pfund und halten einen großen Aktienanteil in UK. Besonders interessant werden die britischen Versicherungen vor allem, da sie in der EU geltendes Recht zum Teil nicht kennen und so auch nicht einhalten müssen. Allerdings müssen viele Daten vorher nach EU-Recht mitgeteilt werden und genehmigt werden. Ein heraus stechendes Detail der britischen Lebensversicherungen sind die Kapitalanlagen. Die Garantien, von zum Beispiel einer Rückzahlung sind relativ gering, dadurch steigt aber auch die Verwaltungsfreiheit der Versicherer. Während in Europa ein Wert von 35% der erlaubten Kapitalanlagen vorgeschrieben sind, fällt eine Begrenzung bei britischen fondsgebundenen Versicherungen weg.
Daraus resultiert, dass britische Versicherer hohe Kapitalanlagerenditen erzielen konnten. Durch die Überschussregelungen, kamen die gewonnen Gelder den Versicherungsunternehmen zu gute. Diese Zusätze sind natürlich keine Garantie und können auch nach hinten losgehen. Neuerdings gibt es jedoch schon Mischformen, die vor allem in den USA vorkommen. Diese bieten bei einer Anlage als Fonds diverse Garantien, wie zum Beispiel, dass der Fond den Ursprungswert nicht unterschreitet und dass Anteilspreise am Ende der Laufzeit immer mit dem Spitzenwert abgerechnet werden. Heute gibt es einige Dutzend namhafte Anbieter, von denen eine gute Hand voll den Markt unter sich ausmachen.
